114 10 natuerliche effektive Antibiotika LebensmittelWas haben die Menschen eigentlich früher gemacht, als es noch keine Antibiotika gab? Richtig, sie haben sich aus der Küche der Natur bedient. Dieses Wissen verrät mehr und mehr in Vergessenheit. Es muss also nicht immer die per Rezept verschriebene chemische Keule sein! Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die auf ganz natürliche Weise sanft aber effektiv wirken. Hättest Du es gedacht? Hier kommen 10 natürliche Antibiotika, garantiert ohne Nebenwirkungen und Resistenzen...

1. Purer Honig

Honig ist eines der besten natürlichen Antibiotika. Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Wegen der antiseptischen (keimhemmenden Wirkung) wurde er früher sogar zur Wundheilung eingesetzt. Honig wirkt zudem magenberuhigend, entfernt Giftstoffe aus dem Blut und hilft der Leber effizienter zu arbeiten.

2. Knoblauch

Riecht zwar nicht gut, kann aber Blutdruck und Cholesterinspiegel senken. Wie in der Zwiebel wirkt hier das Enzym Alliin bzw. dessen Umsetzungsprodukt Allicin. Dieses hat vergleichbare Eigenschaften, wie Penicillin. Allicin wirkt antibiotisch, entzündungshemmend, antiviral, anti-parasitärer, antimykotisch und als Antioxidans (Antioxidantien schützen vor freien Radikalen und beugen so erwiesenermaßen Krebs vor).

3. Ingwer

Ingwer wirkt antibakteriell. Gesund und zur Stärkung des Immunsystems ist ein selbst aufgebrühter Ingwertee mit Honig. Dazu einfach ein bisschen Ingwer kleinschneiden, heißes Wasser dazu, Honig einrühren und wer mag, noch ein bisschen Zitronensaft. Perfekt für kalte Wintertage oder bei drohenden Erkältungen. Allerdings sollte nur die frische Ingwer-Wurzel verwendet werden.

4. Zwiebeln

Wirkt ähnlich wie Knoblauch und kann den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senken. Verantwortlich dafür ist das Enzym Alliin bzw. hieraus das Umwetzungsprodukt Allicin.

5. Apfelessig

Apfelessig enthält Apfelsäure, welcher antivirale, antibakterielle und antimykotische-Eigenschaften zugeschrieben werden. Allerdings gibt es hierzu noch keine belastbaren Studien und Forschungsergebnisse. Apfelessig spielt jedoch in der überlieferten Hausmedizin der vergangenen Jahrhunderte eine häufige und wichtige Rolle.

6. Meerrettich

Heutzutage wird Meerrettich verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken und vor Erkältungskrankheiten zu schützen. Der Meerrettich enthält sehr viel Vitamin C. Die in den Apotheken käufliche Radix Armoraciae ist in Heilmitteln gegen Grippe und Harnwegsinfektionen enthalten. Er wirkt blutkreislaufanregend, hustenlösend und wird äußerlich als Breiumschlag bei Rheuma, Gicht, Insektenstichen, Ischias und anderen Nervenschmerzen angewandt. Zusätzlich enthält der Meerrettich auch bakterienhemmende (antibiotische) und krebsvorbeugende Stoffe. Das sind schwefelhaltige Substanzen, die auch im Knoblauch vorkommen (wie Allicin, Sinigrin) und den Meerrettich zu einem sehr gesunden Gewürz machen.

Wissenschaftlich belegt ist die antimikrobielle Wirkung der so genannten Senföle im Meerrettich. Das ätherische Öl enthält Allylsenföl (ca. 90 %) und 2-Phenylethylensenföl. Je nach Dosis wirkt der Meerrettich bakteriostatisch bzw. bakterizid. Zur Senfölgewinnung wird nicht die Staude, sondern nur das unterirdische dickfleischige Wurzelwerk des Meerrettichs verwendet.

Auch eine antivirale Wirkung des Senföls aus Meerrettich konnte nachgewiesen werden. Meerrettichöl wirkt außerdem auf humanpathogene Pilze, Hefen, Spross- und Schimmelpilze gut fungistatisch.

7. Kurkuma

Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Farbstoffe, allen voran Curcumin, weisen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf. Diese Wirkung von Curcumin konnte u. a. bei Patienten mit Knie-Arthrose nachgewiesen werden. Die Verminderung von Entzündungen wird zugleich als Ursache der krebshemmenden Wirkung angenommen.

8. Echinacea

Es wirkt ähnlich wie Knoblauch und ist gut verträglich. Echinacea stärkt das Immunsystem. Heimisch ist die Pflanze in Nordamerika, wo es die Indianer seit Jahrhunderten zur Behandlung von Schmerzen und Krankheiten verwendet haben. Echinacea hat eine antibakterielle, antimykotische und antivirale Wirkung und sollte nicht länger als maximal zwei Wochen angewendet werden. Echinacea gibt es schon seit langem als fertiges Präparat in der Apotheke und wird in der Regel bei ersten Erkältungsanzeichen angewendet.

9. Pfeffer

Pfeffer ist durchblutungsfördernd, regt den Stoffwechsel an und wirkt zudem antibakteriell. Früher wurde er auch häufig eingesetzt gegen Blähungen, Sodbrennen und allgemeine Magenbeschwerden.

10. Oregano-Öl

Oregan-Öl ist weniger bekannt, aber es ist dennoch ein starkes natürliches Antibiotikum. Oregano-Öl kann man in ausgewählten Drogeriemärkten kaufen. Es ist für seine starke antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung bekannt und ist auch aktueller Gegenstand von Wissenschaft und Forschung.

Antibiotika oder Antibiotikum?

Übrigens: Ein "Antibiotikum" bezeichnet ein Präparat (Einzahl bzw. Singular). Der Plural, also mehrere Präparate, lautet "Antibiotika". Beispiel: Ingwer ist ein natürliches Antibiotikum. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch sind drei natürliche Antibiotika.

 

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